Richard Oetker weiht Standort ein

Einmaliges vom Kaiserstuhl Bio liegt im Trend, besonders in Südbaden. Da passt es gut, dass der Weltmarktführer in Sachen Biohefe Produkte hier seinen Sitz hat. Die Firma Agrano gehört zur Martin Braun Gruppe mit 1100 Mitarbeitern an neun Standorten. Die Martin Braun Gruppe wiederum ist Teil der Sparte Lebensmittel des Oetker Konzerns. Und da der Standort Riegel in der Unternehmensgruppe ein besonders wichtiger ist, kam Richard Oetker unlängst persönlich zur Einweihung.

Seit Anfang des Jahres ist Oetker persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und somit einer der wichtigsten Unternehmer in Deutschland: der Mischkonzern aus Bielefeld beschäftigt rund 25.000 Menschen und erwirtschaftet Milliardenumsätze. Auf den ersten Blick ist es da erstaunlich, dass er nun ausgerechnet zur Eröffnung eines Standorts mit gerade einmal 40 Mitarbeitern in die südbadische Provinz kam. Doch Oetker legt Wert auf einen herzlichen Kontakt mit „seinen” Leuten an der Basis und sagt, der Standort in Riegel sei nicht nur wichtig, weil Bioprodukte immer mehr an Bedeutung gewinnen, sondern weil hier auch viel Kompetenz verortet sei. „Ich bin froh und stolz, dass wir auch in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit zum Standort Deutschland stehen und hier investierenund Arbeitsplätze schaffen”, so Oetker bei der Werkseinweihung. Agrano war bis zuletzt in der ehemaligen Riegeler Brauerei untergebracht, wo das Unternehmen seit Mitte der Neunziger Biohefe für Biobäckereien, den Naturkosthand l und die Backindustrie herstellt. Im zweistelligen Millionenbereich habe man in den Umzug aus dem Brauereigebäude in die ehemalige Bier Abfüllhalle in Riegel investiert. Neben dem Engagement und der vorhandenen Mitarbeiterkompetenz habe vor allem der vorbildliche Einsatz der Gemeinde Riegel für den Verbleib des Unternehmens gesorgt. „Wir sind natürlich sehr froh und zufrieden, dass dasUnternehmen am Ort bleibt”, sagt Bürgermeister Markus Jablonski (SPD). Durch den Umzug innerhalb des Orts hat Agrano sich Wachstumspotenziale geschaffen und seine Produktionskapazitäten auf den nun vorhandenen 8700 m² Hallenfläche verdoppelt. „Vor allem Teilzeitstellen können hier künftig entstehen, genau das brauchen wir im Ort”, freut sich Jablonski.

„Wir sind als Unternehmen auf einem guten Weg und wir haben gute Lösungen für Riegel gefunden”, freut sich auch Ralf Bredenhöller. So werde man mit dem warmen Abwasser, das bei der Hefe Produktion entstehe, künftig die Heizung der Wohnungen in der ehemaligen Brauerei nebenan betreiben. Und Markus Jablonski ergänzt, dass das Unternehmen durch seine großen Abwassermengen aus der Hefeproduktion zudem dafür sorge, dass die Abwassergebühr im Ort sehr niedrig sei, was wiederum andere Investoren anlocke. Als Richard Oetker nach über einer Stunde in Riegel wieder abfährt ist klar: es war ein Gewinnertag für die Gemeinde am Kaiserstuhl.                                                                         rd

www.agrano.de