Integration - Integrationsbeauftragte der Bundesregierung beeindruckt vom Ausbildungskonzept bei K & U

Wo Integration Alltag ist


Die berufliche Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund ist bei der K & U Bäckerei ein Thema mit Tradition, das ernst genommen und im Arbeitsalltag gelebt wird. Wie Integration aussehen und funktionieren kann, zeigten die Auszubildenden Sara Zattoun, Dina Belakova und Alisena Palmisano bei einer Veranstaltung der Frauenunion der CDU Freiburg.

Anlass war der Besuch der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Frau Staatsministerin  Prof. Dr. Maria Böhmer(CDU), in Freiburg.

Integration als politisches Ziel

Böhmer erläuterte zunächst die Integrationspolitik der Bundesregierung am Beispiel des Themas Ausbildung. „Ausbildungserfolg ist ein Schlüssel zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund“, so die Staatsministerin. Sie zeigte sich vom dreistufigen K & U Ausbildungskonzept mit den eigenen Berufsschulklassen, dem Bewerber Auswahlkriterium Potenzialanalyse und den Azubi-Filialen in Freiburg und Mannheim und den lebendigen Schilderungen der erfolgreichen K & U Auszubildenden beeindruckt.

„Wir sind sehr dankbar für Unternehmen, die gezielt ausbilden und integrieren“, so die Staatsministerin. Sie hob hervor, dass der allgemeine Ausbildungsboom bisher in der Regel an Jugendlichen mit Migrationshintergrund vorbeigehe. Das Thema Integration hat in der Ausbildung bei K & U Tradition.

Dies konnte Renate Sklarek von der Bezirksleitung der Bäckerei und Mitverantwortliche im Ausbildungskompetenzteam des Unternehmens eindrucksvoll darlegen: Bis zu 70 Prozent der Auszubildenden bei K & U haben einen Migrationshintergrund, so Sklarek: „Der Teamgedanke steht bei K & U im Vordergrund, nicht die Frage, wo jemand herkommt!“ Wichtig sei dabei vor allem die Fortschreibung des Ausbildungskonzepts, das den Ausbildungserfolg sichert. Diesen Erfolg belegten die Berichte der drei anwesenden K & U Auszubildenden: „Als ich hier anfing war ich sehr schüchtern“, so die im Libanon geborene Sara Zattoun. „Heute weiß ich, dass ich etwas kann und habe das Selbstvertrauen gewonnen, nach der Ausbildung das Abitur zu machen.“ Und ihre junge italienische Kollegin Alisena Palmisano ergänzte, wie dieses Selbstvertrauen entsteht: Schon als Azubi im ersten Lehrjahr habe sie viel Verantwortung in der Filiale als Thekenaufsicht. Das mache sie zusammen mit der Unterstützung, die sie von ihren Ausbildern erhalte, selbstbewusst.
„Für dieses Vertrauen unseres Arbeitgebers sind wir dankbar“, ergänzte schließlich die aus Lettland stammende Dina Belakova, die schon im ersten Lehrjahr bei K & U Praktikanten anlernt und so ihre Kompetenz und ihr Engagement zeigen und weitergeben kann.

Integration gehört zum Teamgedanken bei K & U

K & U Geschäftsführer Wolfgang Valentini war ebenfalls von seinen Auszubildenden beeindruckt. „Ich bin stolz auf unseren Nachwuchs, aber auch auf mein Ausbildungsteam und ich bin froh, dass wir mit der Handwerkskammer, den Schulen und Institutionen so gut kooperieren!“ Ohne starke Partner sei der unternehmerische Erfolg der K & U Bäckerei beim Thema Ausbildung nicht möglich, so Valentini weiter. Das AZUBI-Diagnosezentrum Südbaden von Gabriela Bernauer ist einer dieser Partner der K & U Bäckerei. Hier geht es darum, mittels Potenzialanalysen die Stärken und Talente junger Bewerber jenseits der Schulnoten auszuloten. „Wir können herausfinden, dass junge Menschen motiviert und gewissenhaft sind, auch wenn es mit der deutschen Sprache noch hapert“, so Bernauer.

Viel Lob für Engagement der Azubis

Die Vorsitzende der Frauenunion Freiburg, Angelika Dötsch, zeigte sich von den Konzepten und Ergebnissen der Ausbildung bei K & U beeindruckt. „Sie sind Vorbilder, die ihr Leben in die Hand nehmen“, sagte Dötsch an die drei jungen Auszubildenden gerichtet. „Integration ist das, was bei K & U praktiziert wird: Die Mischung, das Kennen lernen, die Zusammenarbeit, gerade das wollen wir“, so Staatsministerin Maria Böhmer abschließend. „Es spricht sich herum, wenn ein Unternehmen so integrativ arbeitet und ausbildet wie K & U.“ Der daraus hervorgehende Imagegewinn erschließe innovativen Firmen letztlich auch neue Märkte. „Wenn eine Firma unterschiedliche Mentalitäten im Unternehmensalltag einbindet, dann ist das ein Vorteil“, so die Ministerin. „Erfolgreiche Mittelständler haben das längst begriffen!“ rd

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