Kollegen, die die Welt nicht braucht

Große Klappe, nichts dahinter?

Immer gegen alles? Nie da, wo man ihn braucht? Jeder kennt sie, die Horrorkollegen, die jeden Laden lahmlegen und jeden Mitarbeiteroder Vorgesetzten auf die Palme bringen können. „AtTask“, eine Firma für Projektmanagement, hat nun eine Typologie dieser Horrortypen aufgestellt. Man kann ja nur froh sein, wenn man sich selbst nicht darin wiederfindet. Oder steckt etwa ein bisschen von diesen Fieslingen in uns allen?

Da wäre zum Beispiel der „einsame Wolf“, der alle und jeden hasst und sogar im Büro noch die Kopfhörer aufbehält. Oder wie wäre es mit dem Faulpelz, der nicht nur mit Flip Flops ins Büro kommt und seine seine Käsefüße aufden Schreibtisch legt, sondern auch die Teeküche wie ein Schlachtfeld hinterlässt. Ihm gehört der schimmelnde Joghurt im Gemeinschaftskühlschrank und die Tasse mit dem angetrockneten Kaffee, die niemals direkt in die Spülmaschine platziert wird. Jeder kennt zudem den Angeber, der ständig über sich und seine Erlebnisse prahlt, selbst wenn keiner mehr zuhört.

Gern und oft findet man auch den Kriecher, der dem Chef zwar alles verspricht, aber dabei nichts zu Wege bringt. Der Nein-Sager nervt, weil er immer vorher schon weiß, „dass das so nicht klappen kann“. Den Typ gab es schon immer. Neuer dagegen ist der E-Mailer, der ständig alle mit nutzlosen Details „cc“ oder gar „bcc“ von der Arbeit abhält. Ähnlich hinderlich wie der Nein-Sager ist der Contra-Geber: „Du liegst da falsch“, ist sein Standardsatz. Der Eitle verbringt den halben Arbeitstag vorm Spiegel in der Toilette, die andere Hälfte steht er in der Teeküche und rührt sich Eiweißdrinks an, die ihn in Form halten sollen. Und dann, als schlimmsten von allen, haben die „AtTask“ Experten „das Schwarze Loch“ identifiziert:

Ständig damit beschäftigt, dieses oder jenes zu überarbeiten, anders zu ordnen oderzu überwerfen ist er derjenige, auf dessen Schreibtisch jedes Projekt auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden droht.

Dann wäre da noch die Klette: Sie nähert sich stets mit der Frage: „Darf ich mich anschliessen?“, egal ob gerade eine private Lästerstunde mit dem Lieblingskollegen im Gange ist, oder man sich mit diesem (zwecks weiterer privater Lästerstunden...) zum Mittagsessen ausser Haus verabreden möchte. Die Klette wird angetrieben von Langeweile und der Angst, etwas zu verpassen - anstrengend ist sie in beiden Fällen.

Auch fies: Der Erste. Morgens ist er vor allen anderen im Büro, der PC ist hochgefahren, der Kaffee steht auchschon auf dem Tisch und seine wachen Augen verfolgen genau die Ankunftszeit von allen anderen. Er scheint sich im Glanz seines augenscheinlichen Fleißes zu sonnen, und sein verächtlicher Blick auf alle „Langschläfer“ bringt nicht nur Morgenmuffel an den Rand.

Was hilft gegen all diese „Traumtypen“? Die Experten von „AtTask“ empfehlen unter anderem genaue Protokolle, die „das Schwarze Loch“ dressieren, verantwortungsvolle Jobs für den „einsamen Wolf“ und manchmal einfachdie klare Ansage, wie einer zu spuren hat, zum Beispiel beim notorischen Nein-Sager.

 

Ob das hilft? Probieren sie es doch mal aus!

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